Überlebt: GRAND Canyon!

(12.08.2011)

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Nach einem kurzen Frühstück auf dem Zeltplatz machten wir uns auf zum Canyon, denn unser tagesziel bestand darin bis zum Fluss hinab und natürlich auch wieder hinauf zu steigen. Wir informierten uns nach dem besten Wegen und entschieden uns für den “South Kaibab Trail”. Der Einstieg zum Trail befindet sich am “Yaki Point” den wir mit dem Shuttle Bus erreichten. Überall fanden wir Hinweisschilder auf denen stand das man NICHT versuchen soll an einem  Tag hinab und wieder hinauf zu steigen, doch wir wollten sehen wie weit wir es schaffen, denn umkehren kann man ja immernoch.

Also stiegen wir den Trail hinunter und uns bot sich die überwältigende Schönheit des Canyons. Der Vorteil am South Kaibab Trail ist, dass er nicht nur eine Ansicht des Canyons bietet, sondern sich kurvig hinabwindet und man so einiges zu sehen bekommt. Nach ca. 2 Stunden Abstieg erreichten wir den “Tip Off Point” an dem sich der Weg mit dem Tonto Trail kreuzt.

Nach kurzer Pause stiegen wir doch noch weiter hinab und bekamen endlich auch den Colorado River zu Gesicht, der diesen Canyon vor Millionen von Jahren geformt hat. Wir sahen auch die “Phantom Ranch” die sich auf der Nordseite des Flusses befindet. Ebenfalls sahen wir den Weg entlang des Flusses, doch da dieser nochmal einige Höhenmeter entfernt war, entschieden wir uns vorsichtshalber umzukehren, da es auch langsam Mittag wurde und die Temperaturen die 100° Fahrenheit Grenze überschritten hatten. Da wir nicht mehr sehr viel Wasser mithatten, entschieden wir uns den Tonto Trail zu nehmen und bis zum “Indian Garden” zu gehen, denn dort war auf der Karte eine Wasserquelle eingezeichnet. Jedoch nicht auf der Karte eingezeichnet war die Entfernung vom Tip Off zum Indian Garden. Diese war nämlich wesentlich weiter als gedacht. Und da es auf diesem Bändelweg keinerlei Schatten gab und die pralle Mittagssonne auf uns einwirkte gerieten wir an unsere Grenzen. Denn das Schlimmste war das man nichts sah. Weder das Ziel, noch den weiteren Verlauf des Weges. So kam es das unser letzter Rest Wasser auch aufgebraucht war und wir uns durch die Wüste schleppten. Wir trafen lediglich einen älteren Mann, der uns mit Sonnencreme ausgeholfen hat und uns sagte das wir ungefähr die hälfte geschafft hatten. Also gingen wir weiter und weiter bis wir an ein Schild kamen an dem “Indian Garden .3 miles” stand. Doch erst als wir wirklich in dem “Garten”, der einer Oase gleicht, ankamen und wir den Wasserhahn sahen schöpften wir wieder Hoffnung. Nach reichlich Wasseraufnahme entschieden wir uns trotz der Tortur ein Stück zurückzulaufen und dem Mann den wir unterwegs getroffen hatten etwas Wasser zu bringen. Dieser freute sich wirklich sehr über diese Geste und nachdem wir mit ihm zum Rastplatz zurückgelaufen waren machten wir eine Weile mit ihm Pause und unterhielten uns sehr nett mit ihm. Bevor wir und an den endgültigen Aufstieg über den “Bright Angel Trail” machten gingen wir noch in den “Pool”, eine etwas angestaute Stelle des Baches baden.

Der Aufstieg war natürlich auch alles andere als leicht doch dieses mal hatten wir wenigstens genug Wasser und wir machten einige kleinere Pausen. Erschöpft wie noch nie kamen wir dann oben an, stiegen in den Shuttlebus zurück zum Auto, hielten nur noch kurz zum Essen an, fuhren zum Zeltplatz und legten uns direkt zur Ruhe.

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